Gemeinde leben

Evangelische Kirchengemeinde Oberpleis

 
 

Klassik in der Kirche - Besondere Konzerte an einem besonderen Ort

Einer der besonderen Spielorte der Kachelsteiner Kulturtage ist dabei seit 20 Jahren auch unsere Kirche. 
Hier finden Sie Rückblicke zu den Konzerten in unserer Kirche.

 

Tapas im Gemeindehaus und Flamenco in der Kirche - Alma Flamenca - 2017 

Nach der Einstimmung mit einem guten Glas Wein und einem herrlichen Tapasteller im Gemeindehaus bot unsere Kirche einen gelungenen Rahmen für die Aufführung von Alma Flamenca im Rahmen der Kachelsteiner Kulturtage des Vereines Pro Klassik. 


Das singende Klavier - Klaviermattinee mit Desar Sulejmani - 2017

Der Pianist Desar Sulejmani, neuer künstlerischer Leiter des Vereins Pro Klassik, brachte dem begeisterten Publikum seinen Flügel so nahe, das dieser sogar "gefühlt singen" konnte. Die Werke, u.a. von Franz Liszt, brachte er den Zuhörern nicht nur musikalisch näher sonder führte diese auch zu interessantem drumherum und zu den Ursprüngen der Werke.

 

Klavierabend mit Felix Wahl - aus dem "Pro Klassik" Klavierzyklus 2015/2016

Zum 2. Konzert im Klavierzyklus 2015/16 präsentierte Dr. Michael Agi, als Vorsitzender des Vereins „Pro Klassik“, den erwartungsvollen Besuchern in der evangelischen Kirche Oberpleis den jungen Pianisten Felix Wahl. 

Schon mit 10 Jahren hatte Wahl seine hohe Begabung bewiesen; er studierte Klavier an der Hochschule für Musik in Köln in der Meisterklasse und machte ein Aufbaustudium als „Master of Music“, das er mit Auszeichnung bestand. Er gewann schon viele Preise und sammelte Erfahrung auf hochrangigen Musikfestivals und Konzerten im In- und Ausland.

 

Mit Schumanns Fanatasiestücken Op. 12 und Beethovens letzter Klaviersonate Op. 111 bildeten zwei Meilensteine ihrer jeweiligen Epoche den Rahmen des Programms. Als Bindeglieder hatte Felix Wahl Kompositionen des erst vor hundert Jahren verstorbenen große russischen Klaviervisionärs Aleksander Skrjabin gewählt. Tatsächlich hatte Skrjabin innerhalb seines Schaffens einen Stilwandel vollzogen, der seinesgleichen sucht. Stellvertretend dafür erklangen zunächst einige seiner Préludes Op. 11 und die Sonate Nr. 4 in Fis-Dur, die noch ganz im Zeichen schwärmerischer, zuweilen überbordender (Spät)Romantik ein wenig Wesens-verwandtschaft mit Schumanns Fantasiestücken aufweisen. Doch nach der Pause leitete Skrjabins 10. Sonate mit ihren mystischen Trillern und kosmischen Sphären an die spirituelle Welt von Beethovens Op. 111 über.

Virtuos überzeugte Felix Wahl die begeisterten Besucher, dass er seine oft bewunderte Fingerfertigkeit noch weiter vervollkommnet hat, und er schien sie sogar selbst mit großer Freude zu genießen in der Sonate Nr. 10 Opus 70 von Aleksander Skrjabin. Beethovens zum Abschluss des sehr gut besuchten Konzertes vorgetragene Sonate Nr. 32 war eigentlich als Höhepunkt des Konzertes gedacht. Denn was könnte man nach Beethoven noch als Zugabe bieten? Doch steigerte Wahl das Staunen seiner Zuhörer noch weiter mit seiner ersten Zugabe, der trillerreichen Sonate K9 von Scarlatti. Denn besonders mit Einfühlungsvermögen in Scarlattis Empfindungen gab Wahl dabei seinem kostbaren Steinway-Flügel Gelegenheit, seine wunderbare Klangfülle zu entfalten. Mit stehenden Ovationen ermunterte ihn das Publikum zu weiteren Zugaben.


Bericht und Foto: Bernd Niemann

Bericht im Rundblick Siebengebirge vom 05. Dezember 2015
RMP RBS 05122015 Klavierkonzert.pdf (2.35MB)
Bericht im Rundblick Siebengebirge vom 05. Dezember 2015
RMP RBS 05122015 Klavierkonzert.pdf (2.35MB)