Gemeinde leben

Evangelische Kirchengemeinde Oberpleis

 
 

Das leben Martin Luthers - ohne Anspruch auf Vollständigkeit

10. November 1483  Martin Luther wird in Eisleben in der Grafschaft Mansfeld geboren.

Im Jahr 1484 zieht die Familie Luther nach Mansfeld um.

Schulbesuch und Studium

Von 1496 bis 1501 besucht Martin Luther die Schule in Magdeburg und Eisenach und von 1501 bis 1505 absolviert er in Erfurt das Studium der sieben freien Künste mit dem Abschluss als Magister. Im Anschluss hängt Martin Luther noch ein Jurastudium, auf Wunsch seines Vaters, an.

Luther und das Gewitter

Am 02. Juli 1505 überrascht ihn auf der Rückreise von seinen Eltern nach Erfurt bei Stotternheim das schwere Gewitter, bei dem er in Todesangst gelobt Mönch zu werden, sollte er mit dem leben davonkommen.

Einlösung seines Gelöbnisses - Luther wird Mönch der Augustinereremiten

Bereits am 17. Juli 1505 bittet er im Kloster der Augustinereremieten in Erfurt um Aufnahme und legt 1506 das Gelübte ab. Im Jahr 1507 wird er zum Priester geweiht und beginnt das Studium der Theologie.

Luthers Zeit an der Universität Wittenberg und Abschluss seines Studiums

1508 wird Martin Luther auf Wunsch seines Ordensvikars und Beichtvaters Johann von Staupitz an die Universität Wittenberg versetzt um dort Moralphilosophie zu lehren und sein Theologiestudium fortzusetzen und erwirbt 1509 den Grad des Baccalaureus der Theologie. Er wird nach Erfurt zurückberufen.

Martin Luther in Rom

Mit einem Ordensbruder reist Martin Luther in den Jahren 1510/1511 nach Rom. Noch zweifelt er nicht an der Lehre und Praxis der Kirche sondern legt seinerseits die Generalbeichte zur Vergebung seiner Sünden ab und erklimmt auf Knien die Heilige Treppe am Lateran um für seine verstorbenen Verwandten um Erlass des Fegefeuers zu erbitten. Der Sittenverfall der ihm allerdings in Rom begegnet befremdet ihn jedoch zusehens.

Promotion in Wittenberg und Lehramt für Bibelauslegung

Im Jahr 1511 wird Martin Luther in das Wittenberger Kloster seines Ordnens versetzt und 1512 zum Doktor der Theologie promoviert. Er lehrt danach als Professor die Bibelauslegung.

Die 95 Thesen

Am 31. Oktober 1517 schlägt er die 95 Thesen an die Hauptpforte der Wittenberger Schloßkirche mit denen er gegen die gängige Praxis des Ablasshandels des Dominikanermönches Johann Tetzel protestiert und findet damit im Volk aber auch unter gelehrten viele Anhänger.

Anklage in Rom

1518 wird er in Rom wegen Ketzerei angezeigt und wird dorthin vorgeladen, da ein Verfahren gegen ihn eröffnet worden ist. Friedrich (III) der Weise, Kurfürst von Sachsen, sorgt jedoch aus politischen Gründen dafür, dass die Vorladung wieder Rückgängig gemacht wird. Luther wird daraufhin in Augsburg von Kardinal Cajetan verhört und verweigert den Wiederruf seiner Thesen. Der drohenden Verhaftung entzieht er sich durch Flucht.

Im Jahr 1520 verfasst Martin Luther seine Reformatorischen Hauptschriften und verbrennt im Dezember die Bulle "Exsurge Domine", mit der ihm der Bann angedroht wurde, zusammen mit weiteren theologischen Schriften des katholischen Kirchenrechts vor dem Wittenberger Elstertor.

Bann, Verhängung der Reichsacht und seine Entführung auf die Wartburg

Als Reaktion wird Martin Luther im Jahr 1521 von der katholischen Kirche gebannt und im April vor dem Reichstag in Worms verhört. Er darf auf betreiben Friedrich (III) des Weisen seine Positionen darlegen und wird ultimativ zum Widerruf aufgefordert, dem er nicht nachkommt und daraufhin die Reichsacht über ihn verhängt wird. Auf dem Rückweg nach Wittenberg "entführen" Soldaten Friedrich (III) des Weisen Luther auf die Wartburg und bringen ihn so in Sicherheit.

Junker Jörg und Übersetzung des Neuen Testaments

Die Jahre 1521 und 1522 verbringt Martin Luther als Junker Jörg inkognito auf der Wartburg und nutzt die Zeit dort zur Übersetzung des neuen Testaments vom Urgriechischen in das Umgangsdeutsche der Zeit. In Wittenberg beginnen theologische Unruhen.

Deswegen nach Wittenberg zurückgekehrt wendet er sich in Predigten gegen die gewaltsame Durchsetzung der Reformation.

Im Jahr 1522 erscheint seine Übersetzung des Neuen Testaments in gedruckter Form.

Katharina von Bora

Martin Luther veranlasst 1523 die Aufnahme von neuen geflohenen Nonnen in Wittenberg. Unter ihnen befindet sich auch seine spätere Ehefrau Katharina von Bora.

Die Bauernkriege rund um die Reformation toben von 1524 bis 1526 in weiten Gebieten.

Luthers Hochzeit

Im Jahr 1525 heiratet Martin Luther Katharina von Bora. Nach dem Tode von Friedrich (III) des Weisen setzte sich dessen Nachfolger Johann der Beständige aktiv für die Durchsetzung der Reformation ein.

Luthers Katechismus und das Augsburger Bekenntnis

1529 verfasst Martin Luther den Großen und Kleinen Katechismus und auf dem Augsburger Reichstag wird im Jahr 1530 das von ihm verfasste Augsburger Bekenntnis verlesen. Eine Einigung mit den Katholiken bleibt jedoch aus. Martin Luther, noch immer unter der Reichsacht stehend, kann am Reichstag nicht teilnehmen.

Luthers Bibelübersetzung in gedruckter Form

Die erste vollständige Übersetzung der Heiligen Schrift durch Martin Luther erscheint im Jahr 1530.

Tod Luthers

In Eisleben in der Grafschaft Mansfeld stirbt Martin Luther am 18. Februar 1546.