Gemeinde leben

Evangelische Kirchengemeinde Oberpleis

 
 

Bartningkirchen - andere Not-Kirchen besucht ...

Gemeindezentren oder Diasporakapellen, auch in anderen Orten stehen noch Bartning - Kirchen. Diese möchten wir ihnen hier vorstellen:


Die Diasporakapelle von Overath 

transloziert in das LVR Freilichtmuseum Kommern - Standort: Marktplatz Rheinland

Die am 22. Juli 1951 geweihte Diasporakapelle war in ihrem Aufbau noch substantiell erhalten und vermittelte den ursprünglichen Charakter der damaligen (Aufbau-) Zeit.

Am 16. April 2017 wurde sie entwidmet und der vorsichtige Abbau konnte beginnen. 

Heute steht sie Sie am Eingang der Baugruppe "Marktplatz Rheinland" und ist dort zu besichtigen. Ausgestellt ist sie im Zustand ihrer Erbauung 1951 und mit einem Zeitschnitt der Epoche kurz vor ihrer Translozierung.

In der Diasporakapelle steht der "Abendmahlstisch aus Rheinbach" sowie ein im Originalzustand erhaltener Klapptisch aus Oberpleis, den die Evangelische Kirchengemeinde Oberpleis dem Freilichtmuseum zur musealen Ausstellung gespendet hat.


Die Diasporakapelle in Erfurt "Cyriakkapelle"

Die Cyriakkapelle der Evangelischen Predigergemeinde in Erfurt ist eine Notkirche des Architekten Otto Bartning. Sie steht heute als architektonisches Zeugnis der Nachkriegszeit unter Denkmalschutz.

Als Typenbauwerk ("Diasporakapelle") konzipiert und produziert, hat 'Cyriak' über Deutschland verteilt ca. 30 Geschwisterkirchen, die alle zwischen 1950 und 1952 erbaut wurden. Informieren Sie sich auf diesen Seiten über Geschichte und Gegenwart der schlichten Schönen am Rande Erfurts.

Text: Homepage der Cyriakkapelle in Erfurt  - dort finden Sie viel mehr zur Geschichte der Kapelle


Die Diasporakapelle von Emsbüren - Leschede

Fotos: Zielke

Die Erlöserkirche Leschede ist vom Land Niedersachsen als Baudenkmal eingestuft. Wer sich nun aber eine trutzige mittelalterliche Steinkirche vorstellt, irrt. Erst gut 50 Jahre ist sie alt und alles andere als massiv. Der Bauhaus-Architekt Otto Bartning entwarf den Plan für diese Kirche und gleichzeitig für viele andere. Die Erlöserkirche gehört in die Reihe der so genannten Diasporakapellen, die aus Holzfertigteilen nach dem gleichen Bauplan an gut 40 Orten aufgebaut wurden. Dabei war dieses Baukonzept so überzeugend und ausgereift, dass es nicht nur so eine große Verbreitung fand, sondern auch bis heute überzeugt. Vielseitigkeit war das Stichwort: Klappläden an den richtigen Stellen erweitern das Raumangebot oder lassen den Altar verschwinden. Klapptische gehörten dazu, die eine Kaffeetafel zwischen die Kirchenbänke zaubern. Und das alles im beeindruckenden Stil des Bauhauses. Die Erlöserkirche Leschede hat den Bartningschen Plan fast unverändert bewahrt bzw. durch umfangreiche Maßnahmen wieder hergestellt.    

Text: Homepage der Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Emsbüren-Salzbergen   


Etwas weiter nördlich, noch an Lingen an der Ems vorbei in der Gemeinde Geeste-Dalum steht ebenfalls eine Notkirche Otto Bartnings, die 

Pauluskirche von Geeste-Dalum, ein Gemeindezentrum "Typ D"

Sie hat eine ähnliche Geschichte wie unsere Kirche, aber lesen Sie selbst: 

Die Zahl der evangelisch-lutherischen Christen war in den Nachkriegsjahren in Dalum und Umgebung durch den Zuzug der Heimatvertriebenen und der Arbeiter in der Ölindustrie so stark angestiegen, dass die kleine Kapelle in der Siedlung Großer Sand die Gottesdienstbesucher nicht mehr fassen konnte. Am 3. März 1950 beschloss der Dalumer Gemeinderat, ihnen für die Errichtung einer Kapelle an der Schaftrift ein Grundstück zu verkaufen.

Der Preis — 1000 DM für 2500 Quadratmeter — wurde den Dalumern vom Gustav-Adolf-Hauptverein Hannover gespendet. Gespendet worden ist auch das Gotteshaus: Die amerikanische Sektion des Lutherischen Weltbundes entsprach dem Antrag des Hilfswerkes der evangelischen Kirchen und sagte den Lutheranern in Dalum-Hesepe eine sogenannte Bartning-Kirche zu.

Das aus Holz errichtete Gebäude erinnert an ein Zelt, eine Jurte: an das „Zelt Gottes unter den Menschen“.

Die evangelischen Christen aus Dalum und Umgebung leisteten viel Arbeit, um das Gelände für den Kirchbau vorzubereiten. In einer Liste ist dokumentiert, dass von 134 der insgesamt 1400 Gemeindeglieder vom 20. Mai bis zum 30. September 1950 insgesamt 1550 freiwillige Arbeitsstunden geleistet worden sind. An der Einweihung am 15. Oktober 1950 nahm auch ein Repräsentant des Lutherischen Weltbundes teil. 

Text und Bilder: Homepage der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Geeste-Dalum


Und im Süden Deutschlands am Hohenpeißenberg, steht unsere Schwesterkirche, die

Martinskirche in Peitig-Herzogensägmühle

Diese Kirche, ebenfalls ein Gemeindezentrum vom "Typ D" gehört, wie unsere Kirche zu den ersten vier Bauten dieses Typs und ist somit unsere Schwesterkirche.

Die Martinskirche hat ihren Namen seit 1986 und steht im Diakoniedorf Herzogensägsmühle.

Baubeginn dieser Kirche war Mitte des Jahres 1949 und bereits am 02. Oktober 1949 konnte sie geweiht werden. Im Jahr 1986 erfolgte eine denkmalgerechte Sanierung und ist somit auch ein herausragendes Beispiel der Bartning-Notkirchen vom Typ D "Gemeindezentrum" mit erhaltenem Pfarrhausanbau.

Innen wurden die Bänke zwischenzeitlich durch Stühle ersetzt und die Orgel steht hier rechts neben dem Altar.

Bilder oben: Jutta Kratz   Bild nebenstehend: Wittig (OBAK)

mehr über diese Kirche finden sie unter:  www.evang-kirche-peiting.de