Gemeinde leben

Evangelische Kirchengemeinde Oberpleis

 
 

Konzeption des Evangelischen Kindergartens Oberpleis

Stand: 25.07.2014


Gliederung

1. Unser evangelisches Profil

2. Rahmenbedingungen

3. Unsere pädagogischen Schwerpunkte

     3.1 Inklusion

     Unser Leitbild

4. Unsere Bildungsbereiche

     4.1    Sprache

     4.2    Bildungsbereich Medien

     4.3.   Soziales - emotionales Lernen

     4.4    Motorik

     4.5    KITA VITAL, das Gesundheitsprogramm

     4.6    Bildungsbereich Natur und Technik

     4.7    Bildungsbereich Mathematik und Logik

     4.8    Bildungsbereich Musik

     4.9    Bildungsbereich Kunst

     4.10  Bildungsbereich Sexualpädagogik

5. Beschwerdemanagement und Partizipation

6. Zusammenarbeit mit den Eltern

7. Kooperation mit anderen Einrichtungen

8. Qualitätssicherung


1. Unser evangelisches Profil

Wir orientieren uns am biblisch-christlichen Menschenbild, das heißt, der Mensch als Geschöpf Gottes ist wertvoll und einmalig. Er ist ausgestattet mit besonderen Gaben und Fähigkeiten, die es zu entdecken und zu fördern gilt. Wir respektieren und wahren die Würde jedes Kindes.

Unser Kindergarten gehört zur Evangelischen Kirchengemeinde Oberpleis. Wir sind eingebunden in die Gemeindekonzeption der Evangelischen Kirchengemeinde und tragen mit ihr gemeinsam das Leitbild "Eine Mitte - weite Räume".

  

Die Gemeinde bietet Kindern mit ihren Familien Räume der Begegnung und Begleitung. So bilden wir mit den Eltern-Kind-­Gruppen, den Spielgruppen und den vom Alter her anschließenden Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit einen Schwerpunktbereich der Gemeindearbeit. Wir knüpfen an die vielfältigen Angebote der Gemeinde an. Mit regelmäßigen kindgerechten Gottesdiensten wird der Kontakt zum Pfarrer und zum Kirchenraum gepflegt.  


2. Rahmenbedingungen

Wir sind zwei pädagogisch ausgebildete Erzieherinnen mit langjähriger Berufserfahrung.

Unsere eingruppige Einrichtung besteht aus einem großen Gruppenraum, einem Ruheraum, einem großen Flur mit Spielmöglichkeit und einer Kinderküche mit Frühstücksecke. Zum Turnen steht uns das Gemeindehaus regelmäßig und nach Absprache zur Verfügung.

Ein großes Außengelände umgibt unseren Kindergarten mit Sandkasten, Klettergeräten und Schaukel. Zum Erforschen und Entdecken gibt es ein naturbelassenes Gelände mit Büschen und Bäumen.  Unsere Kinder können dieses Gelände bei jedem Wetter nutzen.

 

Durch unsere Eingruppigkeit ermöglichen wir Überschaubarkeit, Transparenz und Sicherheit, sowohl für die Kinder als auch für ihre Familie. Sie schafft Raum für individuelle, familiäre und empathische Förderung in einem harmonischen Klima.

                                                

3. Unsere pädagogischen Schwerpunkte

Unser pädagogisches Handeln geschieht auf allen Ebenen im Umgang mit den anvertrauten Kindern. Sie erstrecken sich auf die Bereiche „Betreuen, Erziehen und Bilden".

Unter  „Betreuen“ verstehen wir die Tagesplanung so zu gestalten, dass z. B. Routinen (Mahlzeiten, Ruhephasen, Spiel- und Stuhlkreise) aufgrund der täglichen Regelmäßigkeit für die Kinder vorhersehbar sind. Die Planung sieht aber auch Aktivitäten für einzelne Kinder, kleinere Gruppen oder der Gesamtgruppe vor. Dabei werden die Kinder in die Planung mit einbezogen und die Kinder wählen ihre Aktivitäten im Tagesablauf frei aus.

Die Erzieherinnen geben Hilfestellung, wo es notwendig ist und unterstützen die Kinder in ihrem Tun.

Unter „Erziehen“ verstehen wir das bewusste und absichtliche Herbeiführen von Lern-prozessen, d.h. Kindern Hilfe anzubieten beim Erlernen unserer kulturellen Lebensweise, beim Erlernen des sozialen Verhaltens und bei der Ausbildung ihrer Persönlichkeit und ihres Personseins.

„Bildung“ der Kinder bedeutet für uns sowohl situationsorientiert zu arbeiten, als auch durch angeleitete Beschäftigungen die Themen und Hinweise der Kinder aufzugreifen und weiter zu entwickeln. Wir schaffen den Kindern Raum, Dinge zu erforschen und zu begreifen. Dazu gestalten wir unsere Räume so, dass die Wissbegierde und die Neugierde der Kinder zu ihren vorgeschlagenen Themen geweckt werden. Experimentieren gehört zum festen Bestandteil unseres Programms.

Die Übergänge von Erziehen und Bilden sind fließend.

 

3.1 Inklusion

Menschen mit Behinderungen und mit Migrationshintergrund sind bei uns willkommen. Im Sinne der wohnortnahen Einzelintegration wollen wir in unserem Team dem Kind die Möglichkeit geben, angenommen zu werden, so wie es ist. Es soll nicht nach seinen Defiziten betrachtet werden, sondern nach seinen eigenen individuellen Fähigkeiten.

Eltern, Therapeuten und Erzieherinnen stehen im regen Austausch zum Wohle des Kindes. Therapeutische Maßnahmen werden in das Gruppengeschehen mit eingebunden, um Pädagogik und Therapie zu verknüpfen.

Kinder mit Migrationshintergrund bereichern den Alltag in der Gruppe durch kulturelle Vielfältigkeit. Die Kinder lernen untereinander sich an zu nehmen, so wie sie sind.

 

Unser Leitbild:

„Kleine Menschen finden ihren Weg“.

Mit diesem Leitbild wollen wir unsere pädagogische Arbeit auf den  Punkt bringen:

 

  • weil wir ihnen Sicherheit und Vertrauen geben.
  • weil für uns jedes Kind wichtig ist.
  • weil wir Mut machen, auch über Gefühle zu reden.
  • weil wir Kinder bei ihrer Suche nach Weltorientierung aktiv fördern und unterstützen.
  • weil wir ihnen bei der Entwicklung ihrer Selbständigkeit helfen.

 

Die Förderung der Selbständigkeit eröffnet weitere pädagogische Handlungsbereiche und Ziele.

 

   S          Selbstwertgefühl - stark sein

   E          eigenständig werden/Entscheidungen treffen

   L          Liebe erfahren

   B          Bildung

   S          spielen

   T          Toleranz üben

 NÄhe     erfahren

   N         neugierig sein / Neugierde erwecken

   D         Durchhaltevermögen / Ausdauer erproben

    I          Inklusion 

   G         Gerechtigkeit

   K         Konflikte austragen lernen

   E         Ermutigen

   I           innere Kraft schöpfen

   T          teilen

 

4. Bildungsbereiche

Mit der Bildungsvereinbarung für Tageseinrichtungen für Kinder sind Aufgabenbereiche verstärkt in den Blick gekommen, die vorher weniger Aufmerksamkeit besaßen, aber dennoch schon zum Kindergartenalltag gehörten.

Bei der Umsetzung dieser Bildungsvereinbarung ist uns als evangelische Einrichtung besonders wichtig, dass wir den Bildungsbegriff umfassend sehen, d.h. Bildung des ganzen (kleinen) Menschen, auch in seiner Persönlichkeit und nicht nur einseitig als Vorbereitung auf die Schule.

 

4.1  Sprache

Sprache und Kommunikation findet überall und zu jeder Zeit statt.

Wir bieten den Kindern ein spielerisches Sprach-, Schreib-.und Lesetraining ( Literacy).

Wir fördern damit die Freude am Entdecken und Enträtseln der Welt der Buchstaben. Von Anfang an wird die Sprachentwicklung  in regelmäßigen Abständen  beobachtet, analysiert und dokumentiert. Wöchentlich werden unsere Kinder in Kleingruppen  je nach Entwicklungsstand an die sprachlichen Kompetenzen heran geführt.

Wir Erzieherinnen hören den Kindern gut zu, lassen sie aussprechen und reflektieren ihre Ausdrucksfähigkeit.

Zur Dokumentation verwenden wir die Beobachtungsbögen von Sismik und Seldak.

Wöchentlich besuchen uns zwei Vorlesedamen, jeweils an einem Vormittag und an einem Nachmittag und lesen die von den Kindern ausgewählten Büchern vor. Monatlich besuchen wir in Kleingruppen die Gemeindebücherei und die Kinder wählen sich Bücher aus, die sie ausleihen dürfen und mit nach Hause nehmen.

Unser Gruppenraum bietet den Kindern eine gemütliche Leseecke, die zum Angucken von Bilderbüchern und zur Kommunikation einlädt. Weiterhin haben wir unseren Raum so gestaltet, dass Kinder jederzeit die Möglichkeit haben, sich in Nischen und separaten Räumen zurück zu ziehen. Hier finden die Kinder freien Raum miteinander  zu kommunizieren, z.B. die einladende Frühstücksecke oder der Indoor-Sandtisch. Unser Entspannungsraum wird von den Kindern selbst reserviert, d.h. immer vier Kinder dürfen sie ohne Aufsicht, aber mit ihnen vereinbarten Regeln nutzen und dort finden sie Verkleidungskisten, die zum Rollenspiel einladen oder zum Hören von CDs  die nötige Ruhe bietet. Auch hier findet Sprache in vielfältigen Ebenen statt, gegenseitige Unterhaltung, berichten von sich und dem sozialen Umfeld, aber auch Zuhören und das Gehörte wiedergeben und reflektieren.

Auf unserem großen, naturbelassenen Außengelände können die Kinder sich hinter Hecken, Büschen, Bäume sowie einem Gerätehäuschen verkriechen und miteinander ins Gespräch kommen. Bälle, Sandspielsachen, Fahrzeuge und Klettergerüste, Schaukeln und Wippen sorgen ebenso  für regen Austausch untereinander.


4.2 Bildungsbereich Medien

Die Kompetenz mit Medien umzugehen, eröffnet Kindern einen weiteren Bildungsbereich. Zu den Medien zählen elektronische Medien, Bücher und Bildmaterial.

Wir bieten unseren Kindern jeden Tag den Zugang zu technischen Geräten unserer Einrichtung, z.B.Computer und Laptopp, Casettenrecorder und CD-Abspielgerät.  Hier können die Kinder ihre Kompetenzen, die sie zu Hause erworben haben, mit einbringen.

Die Evangelische Kirchengemeinde Oberpleis unterhält eine öffentliche Bücherei, auf aktuellem Stand. Neben einer eigenen Buchpräsenz im Kindergarten, besuchen die Kinder regelmäßig die Bücherei und können dort nach Wunsch Bilderbücher ausleihen. Die Kinder

erwerben die Fähigkeit, mit dem Medium „Buch“ vertraut zu werden.

 

4.3  Soziales – emotionales Lernen

Soziales Lernen und ein gutes Selbstwertgefühl sind die Grundlagen, um Verantwortung für sich und andere übernehmen zu können. In der Auseinandersetzung mit anderen Kindern wird die eigene Position und die der anderen geklärt, stabile Freundschaften können entstehen. Die Kinder sollen sich zurechtfinden in der eigenen Gefühlswelt; Freude, Zuneigung, Wut, Ärger und Neid sollen sie wahrnehmen und zum Ausdruck bringen können.

Wir bieten den Kindern im Umgang miteinander Konfliktlösestrategien an, um Lösungen selbständig herbeiführen zu können. Wir fördern mit kleinen Diensten die Verantwortungsbereitschaft  und stärken das eigene Zutrauen. Das geschieht anhand von Aufgaben, z.B. Mithilfe beim Tischdecken, Spülmaschine ein- und ausräumen, sich gegenseitig helfen und auch zum Kopieren ins Gemeindehaus gehen. Auch das Erzählen von biblischen Geschichten fördert die Auseinandersetzung mit  menschlichen Verhaltensmustern und bietet den Kindern  Identifikationsmöglichkeiten und Problemlösungen an.


4.4  Motorik

Durch „Begreifen“ und „Erfassen“ erweitern Kinder ihren Lebens- und Erfahrungsraum. Die Motorik ist mit eines der elementarsten Bestandteile der kindlichen Entwicklung. ln der Motorik liegen Wahrnehmung, Bewegen, Erleben und Handeln.

Wir bieten den Kindern einen großen Bewegungsraum. Zweimal wöchentlich steht er unserer Einrichtung zum Turnen und Bewegen zur Verfügung. Unser großer Flur wird sehr oft als Bewegungsfeld umgebaut. Neben einer Balancierbank sind Tast- und Berührungskästen für Hände und Füße jederzeit griffbereit. 

Spielerisch üben sich die Kinder gezielt in der Grob- und Feinmotorik, wahlweise mit oder ohne Materialien. Sie werden gleichermaßen in jedem Alter und jeder Entwicklungsstufe gefördert.

Zur Förderung der Feinmotorik stehen für die Kindern stets unterschiedliche Materialien z.B. Sand, Wasser, Kies, Lehm sowie Stifte, Scheren, Pinsel und Farben, Kleister, Perlen usw.bereit.

Auf dem Außengelände erlernen die Kinder balancieren, schaukeln und wippen. Zahlreiche  Bäume ermuntern zum natürlichen Klettern. Unsere große Wiese lädt zu gemeinsamen Ballspielen ein. Im Sommer laufen unsere Kinder gerne barfuß.

 

4.5  KITA - Vital , das Gesundheitsprogramm

Das Kita VITAL Programm ist eine Initiative des Vereins zur Förderung der Gesundheit im Rhein-Sieg-Kreis.

Mit unserem erworbenen Zertifikat arbeiten wir nach wissenschaftlichen abgesicherten Qualitätsstandards des Gesundheitsamtes.

Die Angebote unserer Einrichtung enthalten regelmäßig altersspezifische Elemente zur Bewegungsförderung, gesunde Ernährung und Stressregulation  für die Kinder, deren Eltern und Erzieherinnen.

 

4.6   Bildungsbereich Natur und Technik

Durch behutsame Begleitung wird hier den Kindern ein tieferes Erkennen und Verstehen zu ihrem Wissens- und Forscherdrang gegeben.

Wir bieten den Kindern jederzeit den Zugriff und den Umgang zu Mikroskopen mit den erforderlichen Utensilien, zu einem Periskop, zu Magneten und Lupen. Sie erhalten die Möglichkeit in angeleiteten Beschäftigungen als auch im Freien Spiel zu experimentieren. Wasser, Sand, Messbecher und vieles mehr stehen griffbereit jederzeit zur Verfügung.

Wir leiten die Kinder in praktischen Alltagsübungen  zu einem sparsamen Umgang mit den Ressourcen an, von der Mülltrennung bis zum Umgang mit Energie.

 

4.7  Bildungsbereich Mathematik und Logik

Die mathematische Grundkompetenz wird gefördert, indem die Kinder  durch ihre Neugier und Lernfreude in die Welt der Zahlen eingeführt werden.

Wir bieten hierzu verschiedene Denk- und Lernspiele an. Vom einfachen Erlernen der Grundformen bis hin zu Logeo, ein strategisches Spiel. Außerdem  arbeiten wir mit Nikitin-Material und Weidenbretter.

Konzentration, vernetztes Denken, Durchschauen von Lagebeziehungen und Konzen-trationsfähigkeiten werden in all unseren Spielen von ganz einfachen Aufgaben bis hin zu anspruchsvollen „Kopfnüssen“ gefördert.

Im Alltag erfahren die Kinder durch das Abzählen von Geschirr und Besteck z.B. die Mathematik kennen. Das Abwiegen von Mengen geschieht auf einer großen Waage, die im Gruppenraum für die Kinder zugänglich ist. Dort werden verschiedene Materialien zum Wiegen z.B, kleine und große Steine, Muggelsteine, Federn, Blätter uvm. bereitgestellt und die Kinder können auch eigene Materialien zum Abwiegen aussuchen. Eine Personenwaage sowie eine Messlatte stehen zur Benutzung bereit. Der Gruppenraum wird jederzeit so gestaltet, dass Gegenstände zum Abzählen usw. bereit liegen.

Eine Tieruhr zeigt den Kindern die Stunden an. „Schwein“ heißt z.B. Mittagszeit, „Kuh“ bedeutet Frühstückszeit und „Ente“, dass alle Kinder nach Hause gehen. An den Geräuschen orientieren sich die Kinder und sie erlernen die Tages- und Uhrzeiten. Meßbänder, Kinderzollstöcke und Messräder stehen immer zur Verfügung.

 

4.8  Bildungsbereich Musik

Mit Musik lassen sich unmittelbar Gefühle ausdrücken. Die Faszination von Musik, Rhythmus und Bewegung geht über alle Kulturgrenzen hinweg und ist unabhängig von Alter, Intelligenz und Bildungsstand.

Wir bieten unseren Kindern einmal wöchentlich gezielte Musikstunden. Es wird gesungen, getanzt, geklatscht und so die verschiedensten Rhythmen vermittelt. Es werden Instrumente (Triangeln, Schlagtrommeln, Klangstäbe, Xylophon etc.) eingesetzt. Durch ein Akkordeon werden unsere Kinder beim Singen musikalisch begleitet.

Selbstverständlich wird an jedem Tag gesungen und sich in Spielkreisen bewegt. So erhielten wir 2005  und 2010  die  Felixplakette des Deutschen Sängerbundes.

 

4.9   Bildungsbereich Kunst

Künstlerische Entfaltung heißt Entfaltung der gesamten Persönlichkeit. Der Bildungsbereich Kunst versucht Kopf (Kognition) Herz (Emotion) und Hand (Motorik), zu erreichen.

Wir bieten den Kindern im „Offenen Angebot" stets vielfältige Materialien an, u.a. Buntstifte, Wachsmalstifte, Filzschreiber, Finger- und Wassermalfarben, Pinsel, Kleber, Stoffe und Wolle und vieles mehr. In gezielten Angeboten werden den Kindern viele verschiedene Techniken mit vielfältigen Materialien geboten.

Häufig erfolgen die Arbeiten mit Materialien aus der Natur.


4.10 Bildungsbereich Sexualpädagogik

Für uns ist Sexualität ein Teil der kindlichen Persönlichkeit. Hierbei lassen wir den Kindern so viel Freiraum wie möglich. Die Kinder finden bei uns Massagematten und Massagebälle sowie Klangschalen zur eigenen Körperwahrnehmung. Regelmäßig bieten wir Meditation und Stille Übungen an.  Das Matschen mit Erde, Wasser und Kleister ist immer erlaubt.

Bei kindlichen Doktorspielen besprechen wir mit den Kindern Regeln und Grenzen. Körperteile werden benannt. Dies beinhaltet auch die Sexualorgane z.B. Penis und Vagina. Kein Kind darf von einem anderen Kind zu etwas überredet oder sogar gezwungen werden.

Fragen der Kinder werden altersentsprechend beantwortet. Ein Nein des Kindes muss akzeptiert werden! Sollte ein Kind Berührungen ablehnen, so ist dies zu beachten. Damit möchten wir die Kinder stark machen und vor sexuellen Übergriffen schützen.

 

5.   Beschwerdemanagement und Partizipation

Die Eingruppigkeit unserer Einrichtung  bietet uns die Möglichkeit einer familiären Zusammenarbeit. Mitarbeit und Meinungen der Kinder sind erwünscht, werden unterstützt und in die pädagogische Arbeit aufgenommen. Bei uns dürfen Kinder Rechte haben! Die Kinder werden von uns in Planungen des Alltags, bei Festen und Feiern und in Anschaffungen von Material mit einbezogen. Sie haben ein Entscheidungsrecht, dass durch Abstimmung erfolgt. Sie erfahren, dass die Mehrheit entscheidet. Demokratische Grundregeln werden so eingeübt.

Durch unsere regelmäßig stattfindenden Kinderparlamente in Form von Mittagskreisen, erlernen die Kinder, ihre Wünsche und Anliegen, als auch ihre Beschwerden, deutlich zu äußern. Auf Wunsch der Kinder werden Konflikte auch im Büro der Leiterin besprochen.

Dies kann ein Vier-Augengespräch, aber auch unter Beteiligung mehrerer Kinder geschehen. Das entscheiden die betroffenen Kinder.

Die Kinder haben das Recht sich über die Erzieherinnen zu beschweren. Hierzu bieten wir verschiedene Wege an. Sie können gleich zu der entsprechenden Erzieherin gehen und sich

beschweren, sie dürfen zu der unbeteiligten Erzieherin gehen und dies gibt dies im Beisein des Kindes weiter oder sie können  im Kinderparlament ihre Beschwerden äußern. Die Erzieherinnen ermuntern die Kinder ihre Meinungen frei zu äußern, um so Meinungsfreiheiten einzuüben und zu festigen.

                                        

6.  Zusammenarbeit mit den Eltern

Das Wort „Zusammenarbeit" besitzt bei uns einen großen Stellenwert. Wir möchten unsere Arbeit transparent machen, d.h. für die Eltern über- und durchschaubar. Den Eltern wird eine Erziehungspartnerschaft angeboten.

 

lm Einzelnen bedeutet das für uns:

  • offen sein für die Bedürfnisse der Eltern
  • Kontakte pflegen und Vertrauen schaffen
  • Zeit für Einzelgespräche
  • Elternabende in vielfaltıger Form (Themenabende mit Referenten, Spiele- oder Bastelabende)
  • Mitwirkung und Einbindung der Eltern bei Veranstaltungen des Kindergartens und der Kirchengemeinde
  • Mitspracherecht der Eltern im Elternrat
  • Offenheit für Ideen und Vorschlage

Wir beraten und begleiten die  Eltern in allen Erziehungsfragen und sind jederzeit zu Gesprächen und Vermittlungen bereit. So möchten wir die Kompetenzen der Eltern stärken.

 

7. Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen

Wir stehen im engem Kontakt und Zusammenarbeit mit den Grundschulen vor Ort, als auch mit den Grundschulen in der Umgebung. Reger Austausch findet auch mit den anderen Kindertagesstätten im Ort statt. Zweimal jährlich finden sogenannte „Schuki-Treffen“ in immer wechselnden Einrichtungen, als auch in der Schule statt. „Schuki“ bedeutet Treffen der Grundschullehrer und der Erzieherinnen der Kindertagesstätte im Ort. Hier werden aktuelle Themen besprochen und diskutiert.

Die Zusammenarbeit mit der Erziehungsberatungsstelle, dem Jugendamt, den Logopäden und Ergotherapeuten, sowie Frühförderzentren (SBZ in Sankt Augustin und das Gustav-Heinemann-Haus in Bonn), unterstützen die Erziehungspartnerschaft gemeinsam mit den Eltern.

 

7. Qualitätssicherung

Qualität bedeutet Kontinuität ın der Verlässlichkeit des Teams, besonders in der Beziehung zu den Kindern und Eltern. Qualität bedeutet Professionalität des Teams.

Um dies gewährleisten zu können, ergeben sich für uns folgende Aufgaben:

  • regelmäßige externe Fortbildungen und Schulungen z.B. Fachberatungen, Foren, Konvente, Fachtagungen
  • Fachliteratur aktuelle Fachzeitungen
  •  ständige Reflexion der pädagogischen Arbeit
  •  wöchentliche Dienstbesprechungen
  • Vorbereitungszeiten
  • Mitarbeiterjahresgespräche
  • Konzeptionstage
  • Bedarfserhebung durch Fragebogen
  • Bildungsdokumentationen über den Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes 
  • Verfahren bei Kindeswohlgefährdung
  • Kontakte mit den Ausbildungsstätten 

                                                                                                                                                                                 

Königswinter - Oberpleis, den 25.07.2014


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