Gemeinde leben

Evangelische Kirchengemeinde Oberpleis

 
 

Der Kirchenchor der evangelischen Gemeinde Oberpleis

Unter Leitung von Andreas Janich  trifft sich der Kirchenchor der evangelischen Gemeinde Oberpleis immer Montags ab 20:00 Uhr im Gemeindehaus, Ittenbacher Str. 42.


Der KirchenChor besteht seit ca.60 Jahren. Das ist ein stolzes Alter und einige Chormitglieder sind auch schon so lange dabei. Wir singen in erster Linie in Gemeindegottesdiensten und proben dafür Choräle und kleine Motetten ein. Meistens in der Passions- und Osterzeit, aber auch zu Advent und Weihnachten.

Einmal im Jahr gibt es einen Chorausflug mit, wenn es sich ergibt, Singen in einer Kirche oder im Gottesdienst einer anderen Gemeinde.

Besetzung: 10 Soprane, 10 Damen im Alt, drei Damen im Tenor, vier Bässe.

Wie so viele andere Chöre, besonders auf dem Land, haben wir Nachwuchsprobleme. Die Sängerinnen und Sänger werden älter und Nachwuchs ist nicht in Sicht. Dennoch arbeiten wir unverzagt weiter - in Zukunft hin und wieder im Zusammenschluss mit Nachbar-Chören.


Neue Sängerinnen und Sänger sind jederzeit herzlich willkommen. 



Konzert des Kirchenchores


Am 11. November präsentierte sich unser Kirchenchor mit einem Abendkonzert in unserer Kirche "Abendlieder" ... das besondere Kirchenkonzert mit Werken von Melchior Vulpius, Engelbert Humperdinck und anderen.

Ein Bericht folgt...


Vorstellung Andreas Janich


Liebe Gemeindemitglieder,

Seit Anfang Januar 2018 bin ich in Ihrer evangelischen Kirchengemeinde als Leiter des Kirchenchores angestellt. Mittlerweile haben wir zwei Gottesdienste musikalisch mitgestalten können. Es gefiel mir besonders, wie warmherzig und offen ich hier aufgenommen wurde. Ich sehe und empfinde es sehr bemerkenswert, was so eine kleine Gemeinde an Gruppen und Aktivitäten auf die Beine stellt.

Meine letzte hauptamtliche Beschäftigung war als Seelsorgebereichskirchenmusiker im Erzbistum Köln. Diese Arbeit musste ich krankheitsbedingt aufgeben.

Da ich in meinem Leben drei Berufe erlernt habe, suche ich nun entweder in der öffentlichen Verwaltung oder als Vertretungslehrer in einer Schule eine hauptamtliche Beschäftigung. Wenn Sie mir dabei helfen könnten, wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mein starkes Anliegen ist es im Kirchenchor alle Genre an musikalischen und stilistischen Kompositionen einzuüben, damit sich jeder Chorsänger mit einem oder mehreren Chorstücken identifizieren kann.

Wir proben immer montags ab 19.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr…..manchmal auch ein bisschen darüber. In einer harmonischen Gemeinschaft, die noch Ausbaupotenzial hat, kann man sich sehr wohl fühlen.

Wann kommen Sie dazu?

Die meisten Menschen sagen, dass sie nicht singen könnten. Aber bei der Fußballweltmeisterschaft hört man es immer wieder in den Stadien, dass alle singen können. Den Feinschliff kann man montags im Gemeindehaus ab 19.30 Uhr erlernen. „Musik wäscht den Staub des Alltag von der Seele“ heißt es auf einem Kartenspruch – wann lassen Sie sich Ihre Seele reinigen?

Trauen Sie mich anzusprechen oder anzurufen unter Tel: 02247-916379.

Ich freue mich auf Ihre anregenden Fragen und Ihre Mitwirkung.


Mit freundlichen musikalischen Grüßen,

Andreas Janich 


Ein neuer Klang kam in die Kirche - Neues mit neuem Chorleiter

Als unser Kirchenchor zum Ende des vorigen Jahres ohne Chorleiter war, wagte kaum jemand, zu hoffen, dass das Presbyterium einen geeigneten Nachfolger finden könnte. Presbyterium, Chor, etliche Gemeindeglieder und die Kreiskantorin bemühten sich - und dann gab eine überraschende glückliche Fügung die Gelegenheit: Das Presbyterium konnte Herrn Andreas Janich - zunächst auf Probe - verpflichten.  


Herr Janich ist ausgebildeter Organist und Chorleiter mit jahrzehntelanger Berufserfahrung in verschiedenen Gemeinden. Ursprünglich war er Schlosser, aber er machte seine Freude an Musik zum Beruf, und er hat es nicht bereut. Für ihn war es hart, dass er arbeitslos wurde und dringend eine neue Aufgabe brauchte. Doch für uns war das eine glückliche Fügung, und auch für ihn.

 

  

Nun arbeitet Andreas Janich seit fast 4 Monaten mit uns. Wir haben Freude an seinem Stil und seinem Schwung. Die Chorproben sind mit teilweise sportartigen Übungen, anderer Sitzord­nung und gelegentlich völlig gemischter Aufstellung attraktiver. Das  macht Spaß.    

 

Am Sonntag Misericordias Domini durften wir zum ersten Mal mit dem neuen Chorleiter den Gottesdienst mitgestalten. Wir spürten sofort: Organist und Chorleiter, Andreas Altenrath und Andreas Janich, passen sehr gut und arbeiten auch prima zusammen. Auch wir wurden besonders für einen in englischer Sprache vorgetragenen Segensgruß von vielen Zuhörern gelobt.


Wir haben Andreas Janich mittlerweile voll akzeptiert und integriert. Auch er ist angekommen. Alle Chormitglieder sind weiterhin voller Elan dabei und wir freuen uns darauf, auch neue, frische Lieder zusammen mit allen Gottesdienstbesuchern zu singen. Wir wünschen Herrn Janich und uns Gottes Segen für unsere gemeinsame Arbeit.  

Bernhard Niemann


Unser Kirchenchor dankt Christian Sondermann

In den 16 Jahren, die der Kirchenchor unserer Gemeinde mit Christian Sondermann erleben durfte, wirkte er von der ersten bis zur letzten Probe als Stimmbildner und darüber hinaus brachte er uns die gesungenen Texte nahe. Und zwar nicht nur in den Proben.

In den 16 Jahren machten wir nämlich auch 15 Chorausflüge, einer schöner als der andere. Sei es in der Glockengießer-Stadt Gescher, in Himmerod, in Linz, in Mainz oder 2017 in Eberbach – stets nahmen wir auch die Gelegenheit wahr, die Akustik mindestens einer Kirche zu testen. Die Akustik vieler Kirchen gibt nämlich dem Gesang einen besonderen innigen, ja feierlichen Klang. Bei solchen Anlässen wurde uns selbst nicht selten die tiefe Bedeutung der von uns schon oft gesungenen Worte bewusster. 
Dass auch andere Ähnliches empfinden, erfuhren wir im fränkischen Städtchen Burgsinn, Christian Sondermanns Vaterstadt. Dort fand nämlich anlässlich des 50jährigen Bestehens des Bläserchores, in dem Christian schon als Jugendlicher mitwirkte, ein großes Treffen einheimischer Bläsergruppen und Chöre statt. Wir durften dabei mitwirken und erlebten eine singende Stadt. 
Gerade dort ernteten wir mit unseren Beiträgen, die wir für unsere Gemeinde in Oberpleis einstudiert hatten, schönen Beifall und Lob.
Warum das so ist, erfuhren wir schon in der Festhalle und in vielen kurzen Unterhaltungen auf der Straße, in den Gassen oder in Läden: Man sagte uns, dass Burgsinn noch vor wenigen Jahrzehnten ein katho-lisches Städtchen gewesen war, dass jedoch die katholischen Gläubigen gespürt haben, wie der evangelische Kirchengesang das Wort Gottes bewusster aufgreift, und dass deshalb die Mitwirkung evangelischer Chormitglieder und Instrumentalgruppen in der großen katholischen Kirche zur Regel wurde. Denn im Gesang, so erklärten uns die stets gesprächsbereiten Franken ganz offen, dringt das Wort Gottes, das durch die Predigt zunächst vom Verstand wahrgenommen wird, in die Herzen. Im Herzen wird der Glaube an das Wort Gottes mitgenommen in den Alltag, dorthin, wo er wirken soll. 
Genau das hatte Martin Luther gewollt. Dafür hat er so viele Kirchen-lieder über bib¬lische Themen ge¬dich¬tet, um sie auf damals wohl-bekannte volks¬tüm¬liche Melodien singen lassen. Wie zum Beispiel „Vom Himmel hoch, da komm ich her, ich bring Euch gute neue Mär …“ 
Genau diesen Aspekt rückte Christian Sondermann, der ja selbst ein sehr guter und erfahrener Sänger ist, oft in den Vordergrund, damit wir auch beim Auftritt trotz Lampenfieber und Aufregung daran denken.
Lieber Christian, nicht zuletzt dafür danken wir Dir herzlich, ebenso wie für Deine Geduld in den gemeinsamen Jahren!
Bernhard Niemann

 


Verabschiedung von Christian Sondermann


„Soli Deo gloria“ – wörtlich „dem alleinigen Gott die Ehre“ – ist als einer der fünf „Solas“ ein religiöser Grundsatz der Reformation (Sola Fide, Sola Scriptura, Solus Christus, Sola Gratia und Soli Deo Gloria).
In der Abkürzung S. D. G. wurde Soli Deo Gloria seit der Reformation von verschiedenen Komponisten des Mittelalters und des Barock an den Anfang oder an das Ende ihrer Partituren gesetzt. So unterzeichneten Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel viele ihrer Werke mit dieser Signatur. 
„Soli Deo gloria“ – Es ist nicht nur Luthers gottesdienstliches und kirchenmusikalisches Vermächtnis, das hier seinen Niederschlag gefunden hat. Es ist die Botschaft der alttestamentlichen Psalmen, es ist das Evangelium selbst, das sich hier zu Wort meldet. Wenn die Gemeinde Gottes singt, dann ist dies eine Glaubensäußerung der zeitlosen Botschaft, die sich zu allen Zeiten in zeitgenössische Melodien kleidet, ohne die Tradition, die Herkunft aufzugeben.
Die Kunst der Kirchenmusik atmet Glauben, Kirchenmusik verkündet den gnädigen Gott, Kirchenmusik bildet, Kirchenmusik gehört zu unserer kulturellen Mitte.
„Soli Deo gloria“ – unser Singen und Bekennen, unser Gestalten und unser Formen, unser Feiern und unser Sinnstiften hat ein Thema: Wir haben etwas zu sagen, wir haben etwas zu bezeugen, wir haben etwas zu singen.
16 Jahre leitete Christian Sondermann unseren Kirchenchor, einige Jahre hat er auch unseren Posaunenchor geleitet.
Darüber hinaus brachte er sich immer wieder ein. So hat er in der Fastenwoche mit den Teilnehmern Singabende gestaltet. In den verschiedensten Gottesdiensten (Heiligabend, Konfirmation) war er als Sänger, Musiker, oder Lektor tätig.
Immer feinfühlig, sensibel, mit tiefem Gespür für gehaltvolle Aussagen war er stets darauf bedacht, dem Inhalt Gewicht bei zu messen. Mit ihm ist Kirchenmusik nicht nur ein Bereichern des Gottesdienstes durch Töne und Melodien: Nein, es gibt eine Botschaft! Dieser Botschaft fühlt sich Christian Sondermann stets verpflichtet.
Jedenfalls: In den Gottesdiensten war das zu spüren. Und das war nicht nur beeindruckend, das war wohltuend. Weil: es tut der Seele und dem Gemüt gut, zu hören, zu sehen und zu erleben, wie der Einsatz nicht nur Früchte trägt, sondern sich zu einem Ganzen formt, zu einem harmonischen Ganzen, zu einer Botschaft, die sich in Töne, Melodien, Rhythmen und Geschichten kleidet.
Herr Christian Sondermann ist zum Ende letzten Jahres in den Ruhe-stand getreten. Wir haben ihm als Kirchengemeinde von Herzen zu danken. Wenn die Musik das Herz bewegt, dann muss das Herz auch Danke sagen.
Lieber Christian Sondermann, vielen Dank für Ihre Mitarbeit. Vielen Dank für die vielen gemeinsamen Gottesdienste, die Sie mit Ihrem Chor auf bemerkenswerte Weise mitgestaltet haben. Vielen Dank für viele Stunden gemeinsamen Musizierens – im Posaunenchor und anderswo.
Sie haben nicht nur dem Chor Ihre ganz persönliche Note verpasst, Sie haben auch der Musik in unserer Gemeinde einen Stellen-Wert (!) gegeben. Sie haben Zugänge verschafft, Sie haben das Hören geschult. Und Sie haben darauf hingearbeitet, dass uns eines immer wieder klar wird: Protestantischer Gottesdienst lebt von der Musik, vom gemeinsamen Gesang und von der Kunst des Vortrags.

 

Lieber Herr Sondermann, wir wünschen Ihnen für den weiteren Weg alles Gutes und Gottes Segen.

Pfarrer Heiko Schmitz

 

 

Kirchenchorausflug 2017 zum Kloster Eberbach

 

Nordwestlich von Eltville, mitten im Naturpark Rheintaunus, liegt das ehemalige Zisterzienser-kloster Eberbach, ein Kulturgut von europäischem Rang. Heute ist das Kloster ein staatliches Weingut des Landes Hessen und besitzt den modernsten Wein­keller Europas. Gleichzeitig ist es ein Tagungsort und beliebtes, viel besuchtes Touristenziel. 

Eine solch bedeutende Anlage ist auch ein lohnenswerter Ausflug für unseren Kirchenchor. Als wir uns am Bus trafen, regnete es in Strömen. Je näher wir jedoch dem Rheingau kamen, umso freundlicher wurde das Wetter, und als wir beim Kloster ankamen, leuchteten die Blätter der Bäume im herbstlichen Rheingau in den schönsten Farben ... Glück gehabt. 

Glück gehabt in mancherlei Hinsicht. Nicht nur die große Klosteranlage und der sie umgebende Park sind wunderschön. Glück hatten auch die Klosterbewohner in den vergangenen Jahrhunderten, weil die Abtei durch ihre Lage fernab von den großen Heerstraßen im Gegensatz zu fast allen anderen mittelalterlichen Klöstern nie zerstört wurde durch kriegerische Horden, nicht einmal während des dreißigjährigen Krieges.

So erwartete uns also eine Führung durch zwar im Laufe der Jahrhunderte immer mal wieder umgebaute, aber ansons­ten in der Grundsubstanz original erhaltene romanisch / gotische Bauten. 

Die Gründung des Zisterzienserklosters Eberbach geht auf Bernhard von Clairvaux zurück. Sein Orden besaß schon das Kloster Himmerod in der Eifel (auch dort waren wir schon mit unserem Kirchenchor zu Gast), und bemühte sich um ein weiteres Tochterkloster in Deutschland. So kam es am 13. Februar 1136 zur Errichtung der Abtei Eberbach durch Abt Ruthard, der mit zwölf weiteren Mönchen aus Clairvaux dorthin entsandt wurde. Es herrschte ein streng an den Benediktregeln orientiertes Klosterleben. Die Mönche waren angehalten, von ihrer eigenen Hände Arbeit zu leben. Dieses Gebot machte das Klosterleben in Eberbach für Adlige unattraktiv, so das die Mönche über die gesamte Zeit der Klostergeschichte aus nichtadeligen Schichten stammten. 

Die wirtschaftliche Rolle und der Einfluß mittelalterlicher Klöster wie Eberbach können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Durch die Regel des "ora et labora" (bete und arbeite), waren die Mönche /  Priester einen großen Teil des Tages mit geistlichen Aufgaben beschäftigt. Deshalb waren die Laienbrüder / Konversen enorm wichtig für die vielfältigen landwirtschaftlichen Arbeiten. Die Gruppe der Konversen in Eberbach war zeitweise 500 Männer stark. Mönche und Laienbrüder waren stets in getrennten Gebäuden untergebracht. Die Laienbrüder stammten meist aus den bäuerlichen Familien der Umgebung. Sie waren für die harte körperliche Arbeit zuständig und ähnlich wie die heutigen Niedriglohnempfänger wurden sie schlecht entlohnt und schlecht behandelt. Das Kloster Eberbach war über 870 Jahre hindurch ein wichtiges Unternehmen mit vielfältigen Aufgaben. Vorherrschend war natürlich der Weinbau, der von den Römern ins Land gebracht und mit dem Wissen aus Burgund, vervollkommnet wurde. Aber auch die übrigen landwirtschaftlichen Bereiche kamen, gefördert durch zahlreiche Schenkungen von Ländereien, nicht zu kurz. 

Während der Führung lauschte man nicht nur den erklärenden Worten, sondern ging auch durch die weitläufigen Gebäude mit den unterschiedlichsten Nutzungs-zwecken.

Dabei erfuhren wir, dass das Leben dort – besonders im Winter – hart, kalt und karg war. Das durchschnittliche Lebens-alter der Mönche betrug denn auch nur knapp dreißig Jahre. 50 Mönche mußten sich ein Dormitorium teilen, und es dauerte bis zum Jahr 1500, bevor jeder Mönch eine kleine eigene Zelle bekam. 

Da im Mittelalter kaum jemand aus der Bevölkerung lesen oder schreiben konnte, lag alles Wissen über die Sprache – meist Latein oder Griechisch – bei den Klöstern. Das Kloster Eberbach war über viele Jahrhunderte auch bei den Gelehrten dieser Zeit berühmt für seine Handschriften- und Büchersammlung, die in der Klosterbibliothek gesammelt wurden.

Während der napoleonischen Kriege und im Zuge der daraus folgenden Säkularisierung, ging das Kloster in den Besitz des Herzogtums Nassau über und wurde als Gefängnis, Heilanstalt und später Militärgenesungsheim genutzt. Im Jahr 1998 brachte das Land Hessen das Kloster in eine Stiftung ein. Viele wissen noch, dass es als Ort der Verfilmung des Romans „Der Name der Roseˮ mit Sean Connery diente. Auch der Film über Hildegard von Bingen wurde u.a. dort gedreht. Heute befindet sich die Kloster­anlage zum über­wiegenden Teil im Besitz der Hessi­schen Staats­wein­güter, dem größten deutschen Weingut, bekannt vor allem für Riesling, aber auch andere Sorten. Im riesigen alten Weinkeller bestaunten wir die mittel­alter­liche Weinpresse.

Die Räume werden auch genutzt für Tagungen, Hochzeiten und kulturelle Veranstaltungen wie das Rheingau-Musik-Festival. Ein wunderbarer Ort für Konzerte ist die 1186 geweihte Klosterkirche. Auch wir vom Kirchenchor aus Oberpleis haben gewagt, dort „Laudate omnes gentesˮ und „Da pacem, domineˮ zu singen. Zuvor haben wir noch ein köstliches Mittagessen in der viel besuchten Klosterschänke genossen.

Auf der Rückfahrt ging es – dank kluger Planung – nicht zur Autobahn, sondern zunächst eine längere Strecke am Rhein entlang, wo wir dann noch in einem Hotel direkt am Fluß und mit Blick auf eine Burg gemütlich Kaffee tranken. Schöner kann ein Ausflug nicht sein, und wir sind Carole Würtz dankbar für die fabelhafte Planung und Mühe, die sie sich gemacht hat, obwohl sie ausgelastet ist. Danke, liebe Carole.

Irmgard Granitzki

 


Es war ein schöner Tag - unser Chorausflug 2016

Wir Sängerinnen und Sänger des Chores und Angehörige haben uns auf PKWs verteilt, um uns im Westerwälder „Heilklimatischen Kurort Nümbrecht“ am Kurpark zu treffen. 

Petrus war uns freundlich gesonnen, so genossen wir schon die etwa einstündige Fahrt durch wunderschöne Landschaft bei lebhaften und anregenden Gesprächen. Sorgfältig hatte Carole Würtz den Ausflug vorbereitet. So empfing uns am „Säulenbrunnen“ ein netter Frem­denführer, der uns die Bedeutung der rätselhaften Skulpturen im Brunnen des Parkes erklärte: Nach Meinung des Bildhauers veranschaulichen sie Versu­che der Menschen, sich aus Zwängen tradierter Vorurteile zu befreien. Der Beton symbolisiert diesen Zwang, etwa wenn er, wie im Bild, den Kopf noch umschließt, nachdem der Körper sich längst davon befreit hat.    

Nach kurzweiligem Spaziergang durch Reste mittelal­terlicher Baukunst mit handwerklichen Schieferverklei­dungen hörten wir in der evan­gelischen Kirche Erstaun­liches: Im 17. Jahrhundert hatte der evangelische Geistliche den Mut, den herrschenden Fürstinnen und Fürsten des Hau­ses Sayn vorzuhalten, dass ihr regelmäßiger Kirchen­besuch und lautes Beten nicht ausreichen, um Christ zu sein. Ein sehr nachdenkenswerter Hinweis!  

Im Heimatmuseum Schloss Homburg, einer vierstöcki­gen Burg mit geschnitz­tem Treppengeländer, lernten wir an Stücken wie Schatztruhe, Bauern­schrank, geschmie­deten Behältern, Jagdgemäl­den oder am riesigen Rauchfang der Küche die Bedeu­tung von Worten wie „Auf den Hund kommen“, „Auf die hohe Kante legen“, „Schnapsdrossel“ oder „Einen Zahn zulegen“.    

Zum Ausklang des Tages wanderten wir zur berühmten Bergischen Kaffeetafel der Holsteins-Mühle. Man hatte uns im Freien mit Blick auf das alte Mühlrad Tische für fünf bis acht Personen bereit gestellt und brachte all die vielen Zutaten gleichzeitig, sodass jeder nach Belieben auswählen und wir nach Herzenslust miteinander reden konnten.    

So war unser Chorausflug ein schöner Tag im Gemeindeleben.



Rückblick auf unseren Ausflug 2015