Gemeinde leben

Evangelische Kirchengemeinde Oberpleis

 
 

Der Kirchenchor der evangelischen Gemeinde Oberpleis

Unter Leitung von Christian Sondermann (Stimmbildner, Gesangslehrer und Instrumentallehrer) trifft sich der Kirchenchor der evangelischen Gemeinde Oberpleis immer Montags ab 20:00 Uhr im Gemeindehaus, Ittenbacher Str. 42.


Der Chor besteht seit ca.60 Jahren. Das ist ein stolzes Alter und einige Chormitglieder sind auch schon so lange dabei. Wir singen in erster Linie in Gemeindegottesdiensten und proben dafür Choräle und kleine Motetten ein. Meistens in der Passions- und Osterzeit, aber auch zu Advent und Weihnachten.

Einmal im Jahr gibt es einen Chorausflug mit, wenn es sich ergibt, Singen in einer Kirche oder im Gottesdienst einer anderen Gemeinde.

Besetzung: 10 Soprane, 10 Damen im Alt, drei Damen im Tenor, vier Bässe.

Wie so viele andere Chöre, besonders auf dem Land, haben wir Nachwuchsprobleme. Die Sängerinnen und Sänger werden älter und Nachwuchs ist nicht in Sicht. Dennoch arbeiten wir unverzagt weiter - in Zukunft hin und wieder im Zusammenschluss mit Nachbarchören.


Neue Sängerinnen und Sänger sind jederzeit herzlich willkommen. 


Es war ein schöner Tag - unser Chorausflug 2016

Wir Sängerinnen und Sänger des Chores und Angehörige haben uns auf PKWs verteilt, um uns im Westerwälder „Heilklimatischen Kurort Nümbrecht“ am Kurpark zu treffen. 

Petrus war uns freundlich gesonnen, so genossen wir schon die etwa einstündige Fahrt durch wunderschöne Landschaft bei lebhaften und anregenden Gesprächen. Sorgfältig hatte Carole Würtz den Ausflug vorbereitet. So empfing uns am „Säulenbrunnen“ ein netter Frem­denführer, der uns die Bedeutung der rätselhaften Skulpturen im Brunnen des Parkes erklärte: Nach Meinung des Bildhauers veranschaulichen sie Versu­che der Menschen, sich aus Zwängen tradierter Vorurteile zu befreien. Der Beton symbolisiert diesen Zwang, etwa wenn er, wie im Bild, den Kopf noch umschließt, nachdem der Körper sich längst davon befreit hat.    

Nach kurzweiligem Spaziergang durch Reste mittelal­terlicher Baukunst mit handwerklichen Schieferverklei­dungen hörten wir in der evan­gelischen Kirche Erstaun­liches: Im 17. Jahrhundert hatte der evangelische Geistliche den Mut, den herrschenden Fürstinnen und Fürsten des Hau­ses Sayn vorzuhalten, dass ihr regelmäßiger Kirchen­besuch und lautes Beten nicht ausreichen, um Christ zu sein. Ein sehr nachdenkenswerter Hinweis!  

Im Heimatmuseum Schloss Homburg, einer vierstöcki­gen Burg mit geschnitz­tem Treppengeländer, lernten wir an Stücken wie Schatztruhe, Bauern­schrank, geschmie­deten Behältern, Jagdgemäl­den oder am riesigen Rauchfang der Küche die Bedeu­tung von Worten wie „Auf den Hund kommen“, „Auf die hohe Kante legen“, „Schnapsdrossel“ oder „Einen Zahn zulegen“.    

Zum Ausklang des Tages wanderten wir zur berühmten Bergischen Kaffeetafel der Holsteins-Mühle. Man hatte uns im Freien mit Blick auf das alte Mühlrad Tische für fünf bis acht Personen bereit gestellt und brachte all die vielen Zutaten gleichzeitig, sodass jeder nach Belieben auswählen und wir nach Herzenslust miteinander reden konnten.    

So war unser Chorausflug ein schöner Tag im Gemeindeleben.



Rückblick auf unseren Ausflug 2015