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Evangelische Kirchengemeinde Oberpleis

 
 

Martin Luther - wer war er?

Martin Luther -  theologischer Urheber der Reformation

* am  10. November 1483 in Eisleben, Grafschaft Mansfeld,

† am 18. Februar 1546 in Eisleben, Grafschaft Mansfeld.


Bild Martin Luthers vom Schmuckfenster der Evangelischen Kirchengemeinde Oberpleis

Martin Luthers Vater war der aus Möhra stammende Bauer, Bergmann, Mineneigner und spätere Ratsherr Hans (1459–1530).

Martin Luthers Mutter war Margarethe, geb. Lindemann (1459–1531), geboren in Neustadt an der Saale. 

Die Familie führte ihren Nachnamen in unterschiedlichen Varianten: Lüder, Luder, Loder, Ludher, Lotter, Lutter oder Lauther. Damit führte sie sich auf den seit etwa 1302 in Möhra ansässigen Ritter Wigand von Lüder zurück, der aus dem Adelsgeschlecht von Lüder aus Großenlüder stammte.Auch dieser Ort wurde abwechselnd Luodera, Lutra, Luttura und Lutar genannt.

Martin Luther wählte seine Nachnamensform etwa 1512. Er leitete sie vom Herzog Leuthari II. oder vom griechischen Wort ἐλεύθερος (frei) ab und benutzte vorübergehend die daraus abgeleitete Form „Eleutherios“ (der Freie).


Luthers spärere Ehefrau Katharina von Bora war gemeinsam mit weiteren acht Nonnen zu Ostern im April 1523 aus dem Kloster Nimbschen (Zisterzienserinnen) geflohen und lebte seitdem in Wittenberg. Luther verlobte sich mit ihr am 13. Juni und heiratete sie am 27. Juni 1525. Die Heirat entsprach seiner Lehre, dass die Ehe kein Sakrament sei. Zudem hatte er den Zölibat abgelehnt und die Auflösung der Klöster verlangt.

Katharina unterstützte ihn privat und sorgte durch Unterbringen von Studenten, die zahlreiche Aussprüche Luthers aufschrieben, für Einkommen. Luther hatte mit ihr drei Töchter und drei Söhne, die alle in Wittenberg geboren wurden: 

Johannes (1526–1575), Elisabeth (1527–1528), Magdalena (1529–1542), Martin (1531–1565), Paul (1533–1593) und Margarete (1534–1570).


Luther litt fast sein ganzes Leben lang an zahlreichen Krankheiten, vor allem an Angina pectoris, Magenschmerzen, Verstopfungen, Schwindelanfällen, Nierensteinleiden und Tinnitus. Sie gelten großenteils als Folge seiner enormen physischen und psychischen Belastungen und seines Lebenswandels.


Das Wirken Luthers

Martin Luther war der theologische Urheber der Reformation. Als zu den Augustiner-Eremiten gehörender Theologieprofessor entdeckte er Gottes Gnadenzusage im Neuen Testament wieder und orientierte sich fortan ausschließlich an Jesus Christus als dem „fleischgewordenen Wort Gottes“. Nach diesem Maßstab wollte er Fehlentwicklungen der Christentumsgeschichte und in der Kirche seiner Zeit überwinden.

Seine Betonung des gnädigen Gottes, seine Predigten und Schriften und seine Bibelübersetzung, die Lutherbibel, veränderten die von der römisch-katholischen Kirche dominierte Gesellschaft in der frühen Neuzeit nachhaltig. Entgegen Luthers Absicht kam es zu einer Kirchenspaltung, zur Bildung evangelisch-lutherischer Kirchen und weiterer Konfessionen des Protestantismus.


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