Gemeinde leben

Evangelische Kirchengemeinde Oberpleis

 
 

Mitteilungen - wir für Sie - gemeinsam sind wir Gemeinde


Sobald es für uns wieder die Möglichkeit gibt, gemeinsam und unter Einhalung alles notwenigen gesundheitlichen Auflagen, Gottesdienst zu feiern, werden wir uns an Sie wenden und sie informieren!


Neue Termine für die Konfirmation(en) 2020: Geplant sind die Konfirmationen nun am

                 15. und 16. August 2020, jeweils um 10.00 Uhr in unserer Kirche.                  

Der Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden ist geplant für den 21. Juni 2020.

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Liebe Gemeindeglieder

es sind schon besondere Zeiten, die wir momentan erleben. Wir erleben unbekannte Eingriffe in unser Leben, die gravierende Auswirkungen haben. Die Gemeinschaft ist ebenfalls betroffen. 

Auch wenn Gottesdienste und Veranstaltungen und Gruppenstunden in unserer Kirche und im Gemeindehaus nicht mehr stattfinden können, auch wenn unser Kindergarten geschlossen ist – das „Gemeinde leben“ bleibt intakt. 

Vielleicht weniger sichtbar, aber in gewisser Weise doch erlebbar und spürbar. Sie sollen wissen, dass es es dennoch evangelische Gemeinschaft gibt und dass Sie zur Gemeinde gehören.Gemeinschaft stärkt und die Gemeinschaft, in die Gott uns berufen hat, ist eine tragfähige Gemeinschaft, in der Glaube gelebt, Hoffnung geweckt, und Zuversicht gestärkt wird.

Deshalb möchte ich einige Gedanken ans Herz legen, die das betrübte Pflänzchen „Zuversicht“ zu neuem Leben erwecken mögen.

Auf seinem Weg nach Jerusalem hat Jesus  – er wusste um die Gefährdung an Leib und Seele  - seiner Gemeinde ein bedeutendes Wort gesagt: „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nehme doch Schaden an seiner Seele?“

 In diesen Tagen sind wir wohl besonders empfänglich für Seelentrost geworden. Vielleicht spüren wir erst jetzt, dass unsere Seele wieder in die Schwebe des Lebendigen geholt werden muss, merken wir doch auch, wie sehr wir auf uns selbst zurückgeworfen werden. 

Manchmal ist Weniger mehr. Diese alte Erkenntnis wird Jahr für Jahr in unserer Fastenwoche durchbuchstabiert. Wir sollten uns dankbar an diese Erfahrungen erinnern. Denn die in der Menschheitsgeschichte immer wieder erlebten Mangelzeiten haben zu kirchlichen Fastenzeiten geführt, die ein bewusstes Loslassen, ein bewusstes Verzichten, ein bewusstes Innehalten nicht als Bedrohung, sondern als reichen Gewinn erachten.

Wäre das ein hilfreicher Gedanke?

Das würde bedeuten, dass wir die derzeitigen Beschränkungen und Einschnitte als Möglichkeit durchspielen, wie wir unsere Seele wiedergewinnen und umsorgen können. Ja, wir sollten es, so es geht, spielerisch versuchen, nicht verkrampft. Denn beim Spielen sind wir ganz bei uns, in uns vertieft.

Das mag uns helfen, die vielen von uns für unverzichtbar erklärten Dinge einmal sein zu lassen.

Von Reiner Kunze stammt die schöne Erkenntnis: „Du hattest ein Viereck gemalt, darüber ein Dreieck, darauf (an der Seite) zwei Striche mit Rauch – fertig war das Haus.

Man glaubt gar nicht, was man alles nicht braucht“Was wir brauchen in dieser Zeit ist eine intakte Seele, damit wir uns selbst nicht verlieren.

Da müssen wir uns neu in Achtsamkeit üben, auch in Wachsamkeit, die dem Nächsten gilt. Denn der Nächste an unserer Seite braucht nicht nur Mitgefühl, er ist selbst Leid-tragender, er braucht auch unsere Solidarität, unsere Hilfe.

So wie die Seele von Kleinigkeiten leben kann, braucht auch die Zuversicht keine tollen Ausblicke. Sie ist gleichsam mit wenig zufrieden. Aber das kann Nahrung sein, daran kann sie wachsen und aufblühen.

Auch wenn wir Gemeinschaft in nächster Zeit mit Abstand pflegen müssen, brauchen die Zeichen der Gemeinschaft nicht ausbleiben.

Auf unserer Homepage (www.ev-kirche-oberpleis.de) finden Sie alle weiteren Informationen für ein Gemeinde leben in schon fast unwirklichen Zeiten. Da finden Sie Links zu vielen Mutmach-Aktionen, die erbaulich und humorvoll sind. Auch Hinweise zu online-Gottesdiensten sind dort zu finden.

Ich werde  alle 3 - 4 Tage einen Gedanken der Zuversicht auf unserer Homepage veröffentlichen.

Schön wäre es, wenn Sie diesen Gedanken weitergeben – besonders an den Personenkreis, der keinen Zugang zum Internet hat.

Schön wäre es, wenn Sie uns Ihre ganz persönlichen Zuversichtsgedanken mitteilen, dann kann Gemeinde leben auch virtuell blühen.

Wir möchten Ihnen einen „Sonntags-Brief“ zukommen lassen. Sie werden ihn in Ihrem Briefkasten finden.Dieser Brief enthält die Predigt für den jeweiligen Sonntag. Dann können sie am Sonntagsmorgen um 10 Uhr den Brief öffnen, und eine Auslegung zum Bibeltext lesen. Vielleicht sprechen sie im Anschluss ein Gebet und das Vaterunser.

Wenn Sie diesen „Sonntags-Brief“ erhalten möchten, bitten wir um Ihren Namen, Ihre Anschrift und eine Telefonnummer oder E-Mail Adresse.

Natürlich möchten wir Sie zum Mitmachen einladen, denn Gemeinde leben braucht tatkräftige Unterstützung.

Wenn Sie bereit sind, uns bei unserer „Sonntags-Brief-Aktion“ zu unterstützen und die Briefe in Ihrer Nachbarschaft verteilen möchten, also in die Rolle des Zuversichtsboten/der Zuversichtsbotin schlüpfen möchte, brauchen wir Ihre Angaben (Name, Adresse, Telefon, E-Mail).Die Verteilung muss zeitnah geschehen. Sie werden die Briefe einige Tage vorher zum Austeilen erhalten mit einer Liste der Empfänger.

Wenn Sie weitere Ideen für eine funktionierende Kirchengemeinschaft in Krisenzeiten haben, dann lassen Sie es uns bitte wissen.

Ich bin für Sie wie gewohnt zu erreichen unter 02244/2357  oder  oberpleis@ekir.de.


Es grüßt Sie mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit


Ihr 

Pfarrer Heiko Schmitz