Gemeinde leben

Evangelische Kirchengemeinde Oberpleis

 
 

Unser ökumenischer Arbeitskreis "Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" in Oberpleis

Unser ökumenischer Arbeitskreis ist keine geschlossenen Gruppe, im Gegenteil, wir freuen uns auch auf Sie.

Wir sind derzeit 8 Mitglieder, einige von ihnen sind bereits von Anfang an dabei, andere erst seit kurzem.

Es finden jährlich 4 Treffen des Arbeitskreises im Evangelischen Gemeindehaus Oberpleis, Ittenbacher Str. 42 statt. 

Informationen erhalten Sie von Pfarrer Schmitz über unser Gemeindebüro (Telefon: 02244 / 2357 oder schreiben Sie uns eine Mail unter oberpleis[at]ekir.de). Anregungen werden gerne aufgenommen.



Rückblicke:


Kerzenziehen im Kreuzgang von St. Pankratius (2016)

Der ökumenische Arbeitskreis Oberpleis hatte wieder zum traditionellen Kerzenziehen in den Kreuzgang von St. Pankratius eingeladen: Kerzenziehen als bewusste Auszeit vom Vorweihnachtstrubel. Bei besinnlicher Musik, weihnachtlichem Gebäck und stilvoller Atmosphäre wuchsen die Kerzen dann mit jeden eintauchen in das heiße Bienenwachs und werden zu Hause dann für wohlige und besinnliche Stunden sorgen.


Kerzenziehen im Kreuzgang von St. Pankratius (2015)

Zum Lichterfest der Werbegemeinschaft Oberpleis hatte am 26. November 2015 der ökumenische Arbeitskreis Oberpleis wieder zum traditionellen Kerzenziehen in den Kreuzgang von St. Pankratius eingeladen, um allen interessierten die Möglichkeit einer "Auszeit" zu geben.

Der um 1150 erbaute Kreuzgang ist noch mit seinem Westflügel erhalten und bot eine wundervolle Umgebung für das Kerzenziehen bei weihnachtlicher Musik, Keksen und Glühwein.

Diese fast schon meditative Auszeit wurde auch in diesem Jahr wieder von vielen Oberpleisern und deren Gästen genutzt um im beginnenden vorweihnachtlichen Trubel für einen Moment wider zu sich selbst zu finden.


Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag

Grenzerfahrungen, ein besonderes Thema. Der Arbeitskreis Ökumene hatte dazu einen besonderen Gottesdienst vorbereitet um über dieses Thema einmal zum nachdenken anzuregen. 

Mehr zum Ökumenischen Gottesdienst finden Sie hier...


Wir über uns... 

Unter dem Eindruck weltweit wach­sender Spannungen und der gegenseitigen Bedrohung durch Massenver­nichtungswaffen setzten sich in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts die Kirchen in Ost und West verstärkt mit der Thematik auseinander, wie in einer Welt der Globalisierung ein gerechter sozialer Wandel mit gewalt­freien Mitteln erreicht werden kann. Auf der Vollversammlung des Weltkir­chenrates in Vancouver 1983 wurde auf Anregung der Mitgliedskirchen Ostdeutschlands ein gesamtchristliches Friedenskonzil vorgeschlagen. Es sollte geprüft werden, ob die Zeit reif ist für ein allgemeines christ­liches Friedenskonzil, wie es Dietrich Bonhoeffer angesichts des drohenden Zweiten Weltkrieges für geboten hielt. Doch ein Konzil war nicht möglich. So kam es zur Einigung auf einen „konziliaren Prozess“ gegenseitiger Verpflichtung auf Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.


Die erste europäische Ökumenische Versammlung „Frieden in Gerech­tigkeit“ traf sich 1989 in Basel. Erstmals in der Geschichte der vergan­genen tausend Jahre kam eine repräsentative gesamtchristliche Versammlung zusammen. Dies geschah auf Einladung der Konferenz Europäischer Kirchen sowie des Rates der römisch-katholischen Bischofskonferenzen Europas. Die globale ökumenische Weltversamm­lung trat schließlich 1990 in Seoul ein Jahr später unter Beteiligung aller christlichen Konfessionsfamilien zusammen. Auch der Vatikan als Repräsentant der römisch-katholischen Kirche hatte sich finanziell und im Vorbereitungsstab beteiligt und sandte eine Beobachterdelegation. In der Folgezeit fanden zum Thema weitere Europäische Versamm­lungen und Vollversammlungen des Ökumenischen Rates der Kirchen statt, so dass der konziliare Prozess mit seiner Begriffszusammen­fassung „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ seinen Niederschlag im kirchlichen wie im säkularen Bereich fand.


Seit 1989 trifft sich in Oberpleis nun regelmäßig ein ökumenischer Arbeitskreis, um den konziliaren Prozess vor Ort zu verankern. Mit einer ökumenischen Gesprächsreihe zum Thema wurde im Oktober der grundsätzliche Gedanke vorgestellt und vertieft. Im darauf folgenden  Jahr gab es in der Passionszeit Friedensgebete.


Schnell waren sich die Mitglieder des Arbeitskreises einig, dass die Themenbereiche auf die Alltags- und Lebenswirklichkeit vor Ort heruntergebrochen werden soll­ten. Deshalb wurden Vortrags- und Informationsabende veran­staltet: „Wieviel Chemie verträgt der Mensch?“, „Wasser in Not!“, „Landwirtschaft zwischen Ökono­mie und Ökologie!“, „Gerechtes Wirtschaften in einer globali­sierten Welt“ u.a.m. Ökumene vor Ort lebt nicht nur vom Austausch - Begegnungen und persönliche Gespräche gehören dazu, am besten bei Kaffee und Kuchen: die Kult(o)ur wurde ins Leben gerufen. 1995 ging es los. 
Jedes Jahr im Spätsommer treffen sich auf Einladung des Arbeitskreises kultur- und geschichtsinteressierte Gemeindeglieder zu einer Wanderung in die nähere Umgebung, stets unter fachkundiger Führung, z.B. „Historische Gebäude in Oberpleis“, „Wegekreuze“, „Kräuter am Wegesrand“, „Kapellen im Pleiser Land“, „Auf den Spuren archäologischer Funde (im September 2015). Den Abschluss dieser Familienwanderungen bildet ein gemütliches Beisammensein.


Auf Anregung von Pastor Willi Müller fand 1996 erst­mals ein ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag statt. Seitdem bereitet der Arbeitskreis diesen „Bittgottesdienst für den Frieden“ vor, der sich am jeweiligen Leitthema der Ökumenischen Friedens­dekade orientiert. Abwechselnd findet der Gottes­dienst in der evangelischen und katholischen Kirche statt. Seit 3 Jahren ist auch die evangelische Kirchen­gemeinde Königswinter an der Durchführung beteiligt. Dieser Bittgottesdienst ist Ausdruck unserer christ­lichen Verantwortung, die wir im geschwister­lichen Miteinander wahrnehmen.


Das „Kerzenziehen im Advent“ ist eine weitere Aufgabe, der sich die Mitglieder des Arbeitskreises angenommen haben. Im Kreuzgang der Probsteikirche wird zu besinnlichen Momenten eingeladen: Andacht, Ruhe und Einkehr, aber auch Gespräche und Saftpunsch, Musik und Kerzenlicht sowie ein beeindruckendes Gewölbe, bilden den Rahmen für die eigene Adventskerze, die aus Kerzenwachs gezogen wird. 

Heiko Schmitz