Gemeinde leben

Evangelische Kirchengemeinde Oberpleis

 
 

Die Wanderfreunde der evangelische Gemeinde Oberpleis

Sie gehen gerne wandern? Aber möchten dies nicht alleine tun?

Dann haben wir ein tolles Angebot für Sie - die Wanderfreunde der evangelischen Gemeinde Oberpleis.


Die Wanderfreunde treffen sich jeden ersten Donnerstag im Monat. Nähere Informationen erhalten Sie gerne in unserem Gemeindebüro.


Und einmal im Jahr geht es auf große Sommerreise zum Wandern an einem anderen Ort...


Oh Mosella, die Sommerreise der Wanderfreunde 2016  Bericht: Heidrun Schliebusch

 

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah? Nach diesem Motto wählten wir das Ziel unserer Sommerreise: Leiwen an der Mosel. Dort liegt das Schwesternhaus der Einrichtung in Fintel, in der es uns im vergangenen Jahr so gut gefallen hat. Wir wurden nicht enttäuscht.
Am Montag, dem 11. Juli, starteten wir zu ziviler Zeit bei sonnigem Wetter mit einem Oberpleiser Busunternehmen Richtung Mosel. Das ist ja fast nur ein Katzensprung. Schon vor Mittag hatten wir unser Ziel erreicht und konnten feststellen, dass auch hier das Essen wieder hervorragend war. Am Nachmittag erkundeten wir die schöne Anlage des Gutes mitten in den Weinbergen. Das war wirklich etwas Besonderes.
Am Dienstag fuhren wir nach dem Mittagessen mit dem Bus nach Luxemburg. Unterwegs fiel uns auf, dass am Fuße vieler Weinberge und auch mittendrin Rosenbüsche standen. Diese haben eine Wächterfunktion: Werden sie von Krankheiten befallen, kann der Winzer noch rechtzeitig notwendige Maßnahmen ergreifen und seine Reben retten. Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir die Stadt. Von der „Goldenen Frau“ aus wurden wir sachkundig durch den Mariendom geführt und lernten den Kirchberg kennen, von dem aus man einen fantastischen Blick auf die Kasematten tief unten und über einen Großteil der Stadt hat. Uns blieb anschließend noch genügend Zeit für eigene Erkundungen. Beeindruckt von Luxemburg kehrten wir zum Abendessen zurück.
Während wir am Mittwoch beim Frühstück saßen, öffnete der Himmel seine Schleusen. Es goss „Hunde und Katzen“. Dabei war der Ganztagesausflug nach Traben-Trabach und Bernkastel-Kues angesagt. Mit Regenschirmen etc. ausgestattet machten wir uns dennoch um 10 Uhr auf den Weg. Lt. Reiseleiterin „rauchten an diesem Morgen die Füchse“. Eine nette Umschreibung für die in den Weinbergen hängenden Wolken. In Traben-Trabach hatte sich das Wetter gebessert und wir konnten durch den Ort spazieren zur Moselbrücke mit der Mosella. Anschließend bestiegen wir die „Theodor Heuß“, mit der wir auf der Mosel dahinglitten und die schönen Orte und Weinberge in Ruhe betrachteten. Uns wurde klar, dass die Steillage eines Weinbergs den Reben zwar mehr Sonne gibt, dass aber auch sehr viel Arbeit investiert werden muss, um aus einer Traube ein gutes Tröpfchen zu gewinnen. Manche von uns hatten das Gefühl, einer Entschleunigung der Zeit beizuwohnen. In Bernkastel-Kues hatten wir wieder Land unter den Füßen. Die Sonne strahlte vom Himmel. Wir konnten den Zauber dieser historischen Stadt mit ihren engen Gässchen und wunderschönen alten Häusern in vollen Zügen genießen. 
Am Donnerstagvormittag fuhren wir bei gutem Wetter nach Trier, passierten zu Fuß die imposante Porta Nigra und gelangten so in die älteste Stadt Deutschlands. Unweit der Porta liegt links das Geburtshaus von Karl Marx, in dem heute ein 1-Euro-Shop seine Geschäfte macht. Besser könnte der Unterschied zwischen „Marx und Murks“ oder „hehrer Theorie und banaler Praxis“ nicht demonstriert werden. Mit unserer Reisebegleiterin gingen wir zum Hauptmarkt mit den wunderschönen alten Häusern, gelangten zum Dom St. Peter und anschließend in die Liebfrauenkirche. Welch ein Gegensatz! Danach hatten wir noch Zeit für eigene Erkundungen, leider aber nicht mehr, um die großartige Ausstellung „Nero“ anzuschauen. Sie läuft noch bis Mitte Oktober.
Nach dem Abendessen haben wir wie auch an den Abenden zuvor wieder gemütlich beieinander gesessen und das Erlebte Revue passieren lassen. Fazit: Diese kleine Reise hat allen gut gefallen.
Am Freitag, dem 15. Juli, nahmen wir nach dem Frühstück Abschied von einem wunderschönen Urlaub und einer traumhaften Landschaft. Mittags kamen wir alle wohlbehalten in Oberpleis an. Kaum dem Bus entstiegen stellte jemand die Frage: „Und was machen wir im nächsten Jahr?“ Es wird sich weisen.

 


Rückblick auf die Sommerreise der Wanderfreunde